Posts Tagged ‘Übertragungsliebe’

Naharia/Akko: Arbeitstreffen des German Ivrit Psychoanalytic Seminar zum Thema »Gesetz und Liebe« (voraussichtlich)

Juli 21st, 2010

Vor einigen Jahren entstand eine Deutsch-Israelische-Österreichische Psychoanalytikergruppe, die sich nach Treffen in Tel Aviv, Hamburg und Naharia inzwischen auch einen Namen gegeben hat: ”GIPsy” für German-Ivrit Psychoanalytic Seminar.

Regelmäßige Teilnehmer der bisherigen Arbeitstreffen sind u.a.: Benny Gleitman, Ruth Golan, Britta Günther, Karl-Josef Pazzini, Avi Rybnicki, Rivka Warshawsky

Zeit: 29. April bis 4. Mai 2011

Ort: Kibbutz Lohamei Hagetaot, Akko

Anmeldung bei Prof. Dr. Karl-Josef Pazzini, pazzini@uni-hamburg.de, oder bei Benny Gleitman (gliet@loh.org.il)

Baff sein. Zum Übertragungsseminar von Jacques Lacan (pli – psychoanalyse nach lacan in hamburg)

Juli 20th, 2010

pli
psychoanalyse nach lacan in hamburg lädt ein zu einem Lektüreseminar:

Baff sein. Zum Übertragungs-Seminar von Jacques Lacan

Leitung: Britta Günther, Tobias Mulot

Termine – jeweils von 20 bis 22 Uhr
7. Dezember 2010; 11. Januar, 8. Februar, 8. März 2011

Ort: GWA St. Pauli e.V., Hein-Köllisch-Platz 11, 20359 Hamburg

Teilnehmer_innenbeitrag: 5 Euro pro Sitzung

»Mir scheint, daß jemand, der Das Gastmahl
zum ersten Mal liest [...], unweigerlich das Gefühl empfindet,
das in etwa diese Worte ausdrücken – baff sein.«
Jacques Lacan, Seminar VIII, »Die Übertragung«, S. 34

Treffen sich einige zum Abendessen, zu einem Wettstreit, einer»Zeremonie mit Regeln«. Lautet das Thema: die Liebe. Erheben etliche das Wort, sind Gebildete, finden wunderschöne Worte auf die Liebe.
Geht plötzlich die Tür auf, kommt einer rein, ist betrunken, gröhlt. Der bekommt ja gar nicht alles mit, der merkt ja nicht mal, neben wen er sich legt. Lässt sich nicht stoppen, verfolgt Sokrates mit seinen Liebesworten, erinnert sich, erinnert ihn: Hat ihn verführen wollen, und wie. Scheint keine Rede mehr über die Liebe, scheint die Liebe selbst. Das soll Erinnerung sein? Ist doch: jetzt.
Und Sokrates, dem der Liebessturm gilt? Hat sich entzogen, duckt sich weg, entfacht die Liebeswut nur umso mehr, um schließlich in ihr hörbar werden zu lassen: Dass die Liebe desjenigen, der hier eingetreten ist, einem anderen gilt.
Sokrates, so Lacan, handelt hier als Analytiker.

Als Freud es in der psychoanalytischen Kur mit der Übertragung zu tun bekommt, denkt er über ihr Verhältnis zur Liebe nach. Lacan nimmt in seinem der Übertragung gewidmetem Seminar VIII diese Perspektive auf: Von der Liebe her, so sein Ansatz, können wir begreifen, was in der Übertragung wirkt. Daher die leidenschaftliche Nähe zu Platons Gastmahl-Frage: Warum es wichtig ist, in der Liebe wissend zu sein.

Wir laden ein zur Lektüre von Lacans Seminar VIII, Die Übertragung, das sich intensiv mit Platons Gastmahl beschäftigt. Darin werden wir ihm passagenweise folgen.

Wir freuen uns über Anmeldungen und Nachfragen unter:
Britta Günther, b.guent@gmx.net, 0171 6840 410 &
Tobias Mulot, mulot@spiegel.de, 0175 6965 094

29./30. Mai 2010: Seminar mit Jean Allouch, Paris: L’amour Lacan

Februar 5th, 2010

Veranstalter: Lacan-Seminar Zürich

Dreissig Jahre nach dem Tod Jacques Lacans bleibt die Übertragungsliebe – richtiger, l’hainamoration du transfert – der dunkelste Punkt der Doktrin wie der Ausübung der Analyse. Eine ärgerliche Situation insofern, als sie den Übergang vom Analysanten zum Analytiker in einer undurchdringlichen Obskurität lässt. Aber auch, weil die analytische Gruppe ihre libidinale Konsistenz aus dieser Blindheit bezieht.

Diese Situation ist teilweise auf Lacans Lehre selbst zu beziehen: Zeitlebens hat er nicht aufgehört, das, was seine Schüler in seinem Namen sagten, zu zerpflücken, ihre wohlmeinenden Vorschläge mit seinem »ce n’est pas ça« (ein Namen des objet a) zu schlagen.

Zweifellos fehlt heute die Radikalität seines Lehrens, verdeckt von und vernachlässigt aus der Sorge um öffentliche Anerkennung, Einschreibung der Analyse in der Universität, oder nutzlosem Kampf gegen modische Therapien. Man möchte an dieser Radikalität wiederanknüpfen, zeigen, wie sie am Werk ist dort, wo Lacan der hainamoration der Übertragung nachforscht.

Jean Allouch ist Gründer der Ecole Lacanienne und vielbeachteter Zeitschriften- und Buchautor. Letzte Veröffentlichung L’amour Lacan, EPEL Paris 2009.

Samstag 29. Mai 2010, 13.30–17.45 Uhr

Sonntag 30. Mai 2010, 10–13 Uhr

Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich

Kosten: Fr. 80.- für Mitglieder und Studierende; Fr. 140.- für Nichtmitglieder.

Wer nur am Samstag teilnimmt, bezahlt die Hälfte

Kontakt/Anmeldung bis 23. Mai bei Regula Schindler, Tel. 044 822 42 55, re.schindler@gmx.ch

Geschützt: Mitgliederbrief Nr. 81 vom 8. Juni 2009

Juli 30th, 2009

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