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psychoanalyse nach lacan in hamburg lädt ein zu einem Lektüreseminar:
Baff sein. Zum Übertragungs-Seminar von Jacques Lacan
Leitung: Britta Günther, Tobias Mulot
Termine – jeweils von 20 bis 22 Uhr
7. Dezember 2010; 11. Januar, 8. Februar, 8. März 2011
Ort: GWA St. Pauli e.V., Hein-Köllisch-Platz 11, 20359 Hamburg
Teilnehmer_innenbeitrag: 5 Euro pro Sitzung
»Mir scheint, daß jemand, der Das Gastmahl
zum ersten Mal liest [...], unweigerlich das Gefühl empfindet,
das in etwa diese Worte ausdrücken – baff sein.«
Jacques Lacan, Seminar VIII, »Die Übertragung«, S. 34
Treffen sich einige zum Abendessen, zu einem Wettstreit, einer»Zeremonie mit Regeln«. Lautet das Thema: die Liebe. Erheben etliche das Wort, sind Gebildete, finden wunderschöne Worte auf die Liebe.
Geht plötzlich die Tür auf, kommt einer rein, ist betrunken, gröhlt. Der bekommt ja gar nicht alles mit, der merkt ja nicht mal, neben wen er sich legt. Lässt sich nicht stoppen, verfolgt Sokrates mit seinen Liebesworten, erinnert sich, erinnert ihn: Hat ihn verführen wollen, und wie. Scheint keine Rede mehr über die Liebe, scheint die Liebe selbst. Das soll Erinnerung sein? Ist doch: jetzt.
Und Sokrates, dem der Liebessturm gilt? Hat sich entzogen, duckt sich weg, entfacht die Liebeswut nur umso mehr, um schließlich in ihr hörbar werden zu lassen: Dass die Liebe desjenigen, der hier eingetreten ist, einem anderen gilt.
Sokrates, so Lacan, handelt hier als Analytiker.
Als Freud es in der psychoanalytischen Kur mit der Übertragung zu tun bekommt, denkt er über ihr Verhältnis zur Liebe nach. Lacan nimmt in seinem der Übertragung gewidmetem Seminar VIII diese Perspektive auf: Von der Liebe her, so sein Ansatz, können wir begreifen, was in der Übertragung wirkt. Daher die leidenschaftliche Nähe zu Platons Gastmahl-Frage: Warum es wichtig ist, in der Liebe wissend zu sein.
Wir laden ein zur Lektüre von Lacans Seminar VIII, Die Übertragung, das sich intensiv mit Platons Gastmahl beschäftigt. Darin werden wir ihm passagenweise folgen.
Wir freuen uns über Anmeldungen und Nachfragen unter:
Britta Günther, b.guent@gmx.net, 0171 6840 410 &
Tobias Mulot, mulot@spiegel.de, 0175 6965 094